
Wie jede Gruppe versucht man auch die Internetnutzer in Gruppen oder Cluster einzuteilen. So wurden telefonisch 1.500 Internetnutzer über 13 Jahre vor allem nach Internetnutzung, Online-Interessen, Online-Shopping sowie Freizeitgestaltung befragt.
Im Ergebnis will die Studie @facts von SevenOne Interactive (ProSiebenSat1) 50% der Internutzer bestimmten Nutzergruppen zuordnen, die es 2002 so noch nicht gab. Diese Entwicklung und Veränderung werde durch die aktuellen Web 2.0-Trends verstärkt. Spannend ist vor allem das Ergebnis der versuchten Einteilung wie Charakterisierung der Nutzergruppen.
Im Folgenden findet sich eine Zusammenfassung der Gruppen in eigenen, vereinfachten und meist deutschen Worten. Auf das Original der knappen Pressemitteilung kann ich dank der benutzerunfreundlichen Webseite nicht direkt verlinken.
Forsa hat auch soziodemographische Merkmale erfragt. Inwieweit dies in die Einteilung eingeflossen ist, bleibt offen.
Diese 15,7% haben ein breites Spektrum an Interessensgebieten und surfen auf Blogs und weiteren Seiten, auf denen Nutzer Inhalte einstellen können. Letzteres haben auch bereits 42% dieser Gruppe aktiv getan.
Durchschnittlich 40 Jahre alt, männlich, gut gebildet und besser verdienend wird der Querschnitt beschrieben.
Gesellschaft, Spaß, Chats, Foren, Dating, Messaging usw. sind für die nun im Schnitt 29 Jahre alte Gruppe wichtig. Diese Internetnutzer sind meist weiblich und verbringen pro Tag 155 Minunten im Internet.
Von Klingeltönen habe ich nichts gelesen.
Nah an obiger Gruppe grenzt die Studie meist männliche, durchschnittlich 28 Jahre alte Internetnutzer (18,1%) ab. Diese verbringen täglich 152 Minuten im Web und interessiert sich für Spiele, Online-Welten wie SecondLife oder EgoShooter-Duelle im Netz.
Fast nur für Musik und Videos interessieren sich deutlich mehr Frauen als Männer. Diese kaufen auch recht häufig online ein, dabei meist Bücher, CDs und DVDs. Musik und Videos erhalten also eine eigene, offenbar abgrenzbare Gruppe. Der Boom der Videoplattformen spiegelt diese Nutzerschicht wieder.
Eine sehr interessante Einteilung ist die Nutzergruppe Freizeitplanung. Die meist männlichen Internetnutzer sind im Schnitt 44,3 Jahre alt und planen Reisen, Konzerte, Hotels etc. online. Dazu werden auch entsprechend Tickets, Hotels etc. online gebucht.
Diese Internetnutzer verfügen über das relativ höchste Einkommen und sind zudem sehr kaufwillig.
Online gekauft wird alles, was gefällt: Bücher, kleidung, Schuhe, Mode, Schmuck, Spielzeug, Pauschalreisen, ….
Interessant ist, dass Männer und Frauen in diesem Cluster etwa gleich verteilt sind.
Ebenfalls interessant ist, dass die größte Gruppe mit 22,1% Nutzer ohne besondere Internetinteressen sind. Darunter verwenden beispielsweise nur 53,6% E-Mails. Ob das durchschnittlich höchste Alter (45,5 Jahre) dieser Gruppe das erklärt, belibt offen.
Im Blog schreibt Robert Hartl über CMS, SEO & Webdesign. Kontakt →
Hi Martin,
meinst Du die AdWords-Anzeigen über, neben und teilweise unter den normalen Suchtreffern? (Irgendwann kommen die wohl dazwischen auch noch ![]()
Da gibt es beispielsweise eine relativ neue Studie wie Google Ergebnisse wahrgenommen werden.
Robert Hartl →
Kommentar 2
21. September 2007 um 13:26 Uhr
Mir fehlt ganz klar die Gruppe “werktägliche Nutzer mit (fast) ausschließlich beruflichem Hintergrund”. Ist bei mir als Anwalt so.
Oder sollen diese user unter “Breit interessiert und Web 2.0 Nutzer” fallen?
Markus →
Kommentar 3
9. Oktober 2007 um 00:11 Uhr
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Kennt jemand zufällig auch eine Studie darüber wie viele Internetuser die Adwards-Anzeigen lesen? Man sagt ja in der Regel ca. 90 % besuchen nur die Top 10 – davon ca. 70 Prozent nur Plätze 1 – 3. Wie hoch ist die Besucherquote der Adwards-Anzeigen?
Viele Grüße
Kommentar 1
21. September 2007 um 12:01 Uhr