Suchmaschinen-Optimierung (SEO) für WordPress Blogs
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Suchmaschinen-Optimierung (SEO) für WordPress Blogs

19. Januar 2006 — Optimierung Suchmaschinen WordPress
Suchmaschinen-Optimierung für Wordpress Weblogs

Suchmaschinen-Optimierung (SEO) ist auch für WordPress und Blogs generell ein wichtiges Thema, wenngleich ein Blog aufgrund Struktur und Vernetzung bereits gute Voraussetzungen für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) mitbinrgen. Aber unabhängig von Zielen des jeweiligen Blogs und Qualität der Suchmaschinenbesucher für Blogs sollte jeder Weblogger das Potential seines Weblogs ausschöpfen. Eine wichtige Quelle für viele Besucher sind gute Suchmaschinenplatzierungen.

Dieser Artikel erläutert, wie man sein WordPress-Weblog für Suchmaschinen optimieren kann. Dazu werden auch geeignete WordPress-Plugins empfohlen. Vor Änderungen unbedingt eine Sicherungskopie anlegen oder im Rahmen eines kopierten Templates experimentieren!
Beachten Sie bitte das Beitragdatum. Denn einige Tipps lassen sich mit der neuen WordPress-Version und neuen Plugins oder neuen Codes oftmals besser lösen. Der Grundgedanke gilt aber nach wie vor.

Seitentitel

Sehr wichtig ist der Seitentitel (title) einer jeden Webseite. Dieser wird ganz oben im Browser angezeigt.
Entscheidend ist, dass für jeden Beitrag die zentralen artikelspezifischen Schlüsselbegriffe im Titel enthalten sind. Optimal zu Beginn, da nur die ersten Wörter im Titel von Suchmaschinen wie Google berücksichtigt werden. Auf jeder Seite “mein Blog” bringt also für Beitragsseiten nichts. Zudem erhält ein Bookmark eine aussagekräftige Beschreibung.
Ab WordPress 2.0 sind für jeden Beitrag individuelle Seitentitel eintippbar. Bisher blieben dazu sog. benutzerdefinierte Felder. Es geht aber auch einfacher, wenn man beispielsweise immer automatisch auf die Überschrift zurückgreift – eventuell gefolgt vom Blognamen. Denn eine Überschrift sollte die wichtigsten Begriffe enthalten. Das Template-Tag the_title funktioniert nur in der Loop, so dass ich mir mit dem Plugin Optimal Title behelfe. Dieses zeigt mit <?php optimal_title(); ?> auch außerhalb der Loop die Überschrift des jeweiligen Beitrages an.
single.php und page.php verweisen im Standard-Template Kubrick auf die header.php.
In der index.php (Main Template) kann man nun auch auf die header.php verweisen, wobei mit dem conditional tag if (is_home()) eigene (Zusatz-)Angaben spezifiziert werden können:

Zum Weiterlesen bei Bueltge.

Überschriften

Entscheidend ist nicht die optische Formatierung, sondern die Auszeichnung mit h1, h2, h3, ... im Quelltext. Die meisten Templates bringen dies bereits mit sich. Da jedoch h1-Überschriften wichtiger sind, als h2, h3, h4-Überschriften, kann man die zentralen Beitragsüberschriften als h1 deklarieren. Die logische Hierarchie ist damit jedoch aufgelöst. Für ein vergleichbares optisches Erscheinungsbild bedarf es dann jedoch Anpassungen in der CSS-Datei.

Description

Meta-Tags sind doch out, oder? Die Beschreibung (description) hat aus meiner Sicht nach wie vor eine wesentliche Bedeutung. Auch wenn sie als Rankingfaktor nur noch eine untergeordnete Rolle spielt, so wird sie in Auszügen als Trefferbeschreibung angezeigt. Psychologisch muss sie also zum Anklicken animieren. Dies tut sie umso mehr, wenn bei sinnhaften Sätzen die Schlüsselbegriffe enthalten sind.
Parallel zu den Überschriften bleiben die Nutzung von WordPress 2.0, benutzerdefinierte Felder oder Plugins wie HeadSpace.

Wichtig ist, dass auf der Startseite (index.php = Main Template) ein sinnvoller, vernünftiger Inhalt in der Beschreibung steht. In dem conditional tag if (is_home()) kann man dafür eigene Satz(teile) formulieren.

Quellcode-Anordnung

Da Quelltext zu Beginn einer Webseite (höher) gewichtet wird, als zum Ende langer Seiten, sollte der jeweils individuelle Beitragsinhalt im Quellcode vor Navigation, Sidebar, Footer etc. erscheinen.
Da Container mit float-Eigenschaft vorrangig sind, sollte sich der Beitragsbereich im float-Element befinden. Bei 3-spaltigem Layout kann man sich mit einem Wrapper behelfen. Dessen Funktionsweise veranschaulicht folgende Skizze:
Optimierte Anordunng

Alternativ zur Verwendung eines Wrappers könnte man auch mit negativen margin-Werten arbeiten. Dies hat aus meiner Sicht zwei Nachteile: Erstens wird die Anzeige je nach Browser stark variieren (mangelnde Browserkompatibilität), zweitens könnten Suchmaschinen hohe negative Werte als Missbrauch deuten und irgendwann nicht mehr werten (Risiko künftiger Entwertung).

King Content mit Schlüsselbegriffen

Natürlich ist Inhalt ein wesentlicher Gesichtspunkt. Aus Suchmaschinensicht achten Sie jedoch auf die Verwendung von Schlüsselbegriffen. Erwähnen Sie diese der optimalen Schreibweise (sofern Sie einen eventuellen Konflikt mit dem Duden vereinbaren können)! Am besten auch kursiv (em) und fett (strong).
Originärer Inhalt oder eine sehr hohe Postingfrequenz erhöht automatisch die (Stamm-)Leserzahl. Wird der Beitrag viel verlinkt, steigt er auch in den Suchmaschinenranking. Heidi Klum und das Bremer Sozialgericht wissen, wovon ich spreche.

Optimale Permalinks/ Permlinks

Google-Guy Matt Cutts empfielt, das Datum als Ordner wegzulassen und nur die ersten Beitragsbegriffe in der Url zu verwenden.
Nebenbei halte ich den Begriff Permalink für wenig verständlich und hilfreich. Daher habe ich im Template den title der Permalinks einfach auf “Link zu” angepasst.
Unter Optionen>Permalinks>Struktur kann man die Url-Bestandteile einfach ändern. Bei einer Änderung muss man jedoch aufpassen, dass alte Beiträge noch auffindbar sind! Suchmaschinen würden sich über eine permanente Weiterleitung in der .htaccess ebenso freuen (hier kann vielleicht das WordPress-Plugin PermalinkRedirect helfen).
Wie nun optimale Urls aussehen, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Um eine eventuelle Abwertung von Unterordnern zu vermeiden, sollte man – sofern man ein Datum will – Bindestriche statt Schrägstriche verwenden.
Oder man benutzt nur /%postname%. Man kann auch ein .html anfügen. Lesenswerte Gedanken zu suchmaschinenfreundlichen Urls findet man hierzu bei Jörg.
Bei Umlauten sollte man entweder selbst die Permalinkinhalte eingeben und/ oder das Plugin clean-umlauts verwenden.

Barrierearmer, valider Quellcode

Unsichtbare Tabellen als Layouthilfe blähen den Quelltext auf. Damit sinkt die Relevanz der Inhalte. Die meisten WordPress-Templates sind in dieser Hinsicht ordentlich, so dass nur überflüsiges Markup zu entfernen gilt. Dies variiert jedoch von Einzelfall zu Einzellfall.

Richtige, interne Verlinkung

Wichtig ist auch der Linktext. Damit schließt Google auf den Inhalt der Zielseite. Hier ist also wenig fördernd. Besser sind beschreibende Begriffe. Allerdings muss eine nachhaltige Google Optimierung hier eine natürliche Variation erreichen, sonst droht eine Penalty.

category-Ballast

Ein spezielles WordPress-Problem ist der Platzhalterordner category bei den Beitragsrubriken. Hier sollte man sinnvolle deutsche Bezeichnungen wählen oder Plugins zur Unterdrückung.

Sinnvolle Plugins

Rein aus Suchmaschinensicht sind folgende Punkte erwähnenswert:

  • Negativ sind eine Vielzahl von Kommentaren und Kommentarspam. Um die Inhaltsrelevanz des Beitrages hoch zu halten, kann man zu viele Kommentare mit dem WP-Plugin PagedComments auf Folgeseiten auslagern und notfalls mit rel="nofollow" suchmaschinentechnisch entwerten.
  • Gegen sachfremde Kommentare schützt mich beispielsweise das Plugin SpamKarma2 vorzüglich.
  • Tagging und keywords im Inhalt sind ebenfalls förderlich. Das PluginJerome’s Keywords leistet hierbei gute Dienste.

Anregungen hierzu sind herzlich willkommen.

Regelmäßige Erweiterung

Es ist bekannt, dass Google Webseiten mit häufig wachsendem Content schneller spidert.

Google Sitemaps

Um Google vielleicht etwas schneller auf neue Artikel aufmerksam zu machen und die Erfassbarkeit aller Beiträge zu prüfen, sollte man Google Sitemaps verwenden. Ein passendes, sehr funktionelles WordPress-Plugin und alle relevanten Google-Sitemap-Generatoren.

Geduld

Erwartung beinhaltet warten!

Zum Weiterlesen:
Ein lesenswerter Beitrag zum Thema von Problogger Daren Rowse (Englisch).

Wird der Traffic zu viel, sollte man über ressourcenschonende Tuningmaßnahmen nachdenken. Eine lesenswerte Serie findet man bei Robert Basic:

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10 Kommentare zu Suchmaschinen-Optimierung (SEO) für WordPress Blogs

Very old plugins! :(

Gravatar von maximum - via garvatar.org maximum →
Kommentar 1
22. Februar 2006 um 21:40 Uhr

Sehr gute Seite hab grad einiges an meinen blog verändert und morgen geht es weiter……daaaaaankeee!

Gravatar von Lustig-Blog - via garvatar.org Lustig-Blog →
Kommentar 2
13. September 2006 um 23:14 Uhr

Insbesondere der Teil mit der Anordnung der Contentblöcke für Suchmaschinenoptimierte Erstellung ist sehr gut. Wird häufig vergessen, das wichtige an den Anfang und and das Ende einer Seite zu schieben. Eigentlich logisch…und wer machts?

Gravatar von ff-webdesigner - via garvatar.org ff-webdesigner →
Kommentar 3
27. September 2006 um 12:56 Uhr

Wenn man die Meta Tags so wie zu den Anfängen setzt, nur zusätzlich auf der HP Suchbegriffe mit einbaut, funktioniert es nach wie vor. Wenn das alles getan ist, ist die Linkpopularität das entscheidende Kreterium.

Gravatar von Annerose - via garvatar.org Annerose →
Kommentar 4
14. Januar 2007 um 11:36 Uhr

Zu den MetaTags:
Wenn man die MetaTags überhaupt verwendet, dann eine sinnvolle description, die zum Anklicken animiert.

Gravatar von Robert Hartl - via garvatar.org Robert Hartl →
Kommentar 5
16. Januar 2007 um 16:36 Uhr

Ein sehr, sehr guter Post, der endlich mal ausführlich das beschreibt, was überall einzeln und zerstückelt zu finden ist. Ich liebe WordPress, jetzt werde ich aber mal etwas mehr ausprobieren…

Gravatar von seo mike - via garvatar.org seo mike →
Kommentar 6
16. Januar 2007 um 20:38 Uhr

Ersteinmal danke, die Seite ist zum Intensivlesen gebookmarkt.
1) Gibt es eine Möglichkeit, einmal abgeschickte Trackbacks wieder zu löschen (die eigenen halt)? Im Angangsstadium war ich wohl zu eifrig mit dem Austeilen und möchte auf einige Trackbacks heute lieber verzichten.
2) Macht es Sinn, durch Hinzufügen von Attributen zu H1 eine eigene Klasse zu definieren, z. B. für eine kleinere Schriftart, weil es sonst nicht schön aussieht? Dennoch würde ja H1 an Suchmaschinen ausgegeben.

Gravatar von Ramona - via garvatar.org Ramona →
Kommentar 7
3. Juni 2008 um 21:49 Uhr

Hallo Ramona,

zu 1) Gute Frage. Aber abgesendete Trackbacks sind nunmal meist beim Empfänger als solche registriert und gespeichert. Ohne Mithilfe des Empfängers wird da wenig gehen. Ggf. hilft es, wenn man den Link rausnimmt, weil bestimmte Trackback-Spam-Tools das kontrollieren. Wirkt aber ohne vorherige Rücksprache auch ungut.
zu 2) Es dürfte eigentlich h1 als Auszeichnung reichen. Denn durch die umgebenden container-IDs oder Classen lassen sich die Inhaltsüberschriften per CSS regelmäßig auch so speziell ansprechen.

Gravatar von Robert Hartl - via garvatar.org Robert Hartl →
Kommentar 8
3. Juni 2008 um 23:01 Uhr

Hallo

auch wenn schon etwas älter, vielen dank für die tipps.

Gravatar von marcel - via garvatar.org marcel →
Kommentar 9
8. Februar 2010 um 08:26 Uhr

Sehr guter Bericht.
Auch wenn schon etwas älter, so sind die Fakten auch heute noch sehr wichtig für eine profesionelle Suchmaschinenoptimierung.
Danke

Gravatar von Seo Peter - via garvatar.org Seo Peter
Kommentar 10
20. Oktober 2013 um 20:05 Uhr

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