
Die 11. Olympischen Winterspiele finden seit heute bis zum 28. Februar 2010 in Vancouver statt. Grund genug, sich einmal die Webdesigns der Webseiten für Olympische Spiele seit 2000 genauer anzusehen. Denn so kann man sehr schön sehen, wie sich das Webdesign über die Zeit entwickelt hat und sich einige Anregungen für eigenes Webdesign holen – vor allem bei den neueren Webseiten. In der chronologischen Reihenfolge sind einige Lücken, was daran liegt, dass die offiziellen Webseiten nicht mehr online sind. Dafür reicht diese Sammlung auch bis zum Webdesign der Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro.

Unter http://gamesinfo.com.au/ findet man leider nur noch diese sehr unschöne Platzhalterseite. Selbst die WaybackMachine kann mir aktuell nichts anderes zeigen.
Ein Webdesign der offiziellen Webseite zu den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City kann ich leider nicht zeigen, da es keine mehr gibt.

2004 war doch noch gar nicht so lange her, aber leider gibt es auch keine offizielle Webseite zu den Olympischen Sommerspielen in Athen 2004 mehr, nur eine – etwas bessere – Platzhalterseite, die zumindest das frühere Webdesign erahnen lässt. Auch die WaybackMachine will mir dazu aktuell nichts anzeigen.

Unter http://www.torino2006.it/ITA/OlympicGames/home/index_new.html (nach meta-refresh-Weiterleitung) findet sich ebenfalls nur noch eine Platzhalterseite mit Pressekontakt. Auch hier lässt sich das frühere Webdesign der offiziellen Seite nur erahnen. Die WayBackMachine wurde übrigens in der robots.txt gesperrt. Schade.

Endlich – die erste offizielle Webseite, die noch online ist und deren Webdesign man sich ansehen kann. 2008 wohlgemerkt.
Unter http://en.beijing2008.cn/ kann man sich zahlreiche Statistiken und Videos ansehen. Die Seite ist für dei damalige Zeit sogar etwas überbreit (Querscrollbalken bei 1024px Bildschirmbreite). Die farbenfrohe Formensprache kommt vor allen in der Navigationsspalte links gut zum Ausdruck. Ansonsten eher klassisches Webdesign anno 2008.

Vancouver 2010 ist der Grund, warum ich diese Zusammenstellung überhaupt gemacht habe. Sehr sehenswert vom header bis zum footer. Quellcode-Fetischisten mögen nicht unter die Haube gucken, sondern sich einfach nur das Webdesign ansehen. Mehr will ich dazu gar nicht schreiben – ansehen! Übrigens passt die Seite noch ganz knapp in einen 1024Pixel-Monitor.

Wer sich http://www.london2012.com/ anschaut, versteht, warum es nun mit meiner Euphorie wieder etwas vorbei ist. Ich finde das Farbschema nicht passend, die Seite erfordert bei 1024Pixel Querscrollen, obwohl das Webdesign das gar nicht gebraucht hätte, da der Inhalt noch deutlich Luft hat. Auch insgesamt wirkt die Seite ziemlich lieblos, wenngleich die Formensprache interessant ist. Bemerkenswert ist vielleicht noch die aufklappende Unternavigation. Was meint Ihr?

Das Webdesign unter http://sochi2014.com/en/ finde ich wiederum sehr gelungen. Selbst wenn ja noch 2 Jahre bis zu den Spielen anstehen, macht die Seite Eindruck und Lust auf die Winterspiele. Sehenswert ist neben header und footer das globale Hintergrundbild (2100x750px; fast 200kb), das aber nicht horizontal gekachelt wird, obwohl dies möglich gewesen wäre). Hier wäre vielleicht die Technik wie bei Aston Martin überlegenswert gewesen.

Unter http://www.rio2016.org/en/Default.aspx sieht man bereits eine Vorschau auf die künftige Webseite. Denn ich hoffe nicht, dass diese bis dahin so bleibt. Das Corporate Design mit den doppelten Bögen finde ich sehr gelungen. Aber die Seite ist gerade mal 772 Pixel breit – und das Hintergrundbild kann nicht der Grund dafür sein.
Mehr Austragungsorte stehen noch nicht fest. Ich denke, man kann sehr schön eine Entwicklung erkennen. Ebenso scheinen sich ältere Austragungsorte ihrer (damaligen) Webseiten zu schämen, denn anders kann ich es mir nicht erklären, wieso so viele der älteren Webseiten ein Stück Geschichte verstecken wollen.

Innsbruck hatte sich ja auch für die Olympsichen Winterspiele beworben. Die Seite ist noch so online und sieht – selbst im aktuellen Firefox – kaputt aus. Hier wäre ausnahmsweise mal eine Platzhalterseite angebracht gewesen.

Die ersten Olympischen Jugendspiele finden 2010 in Signapur statt. Unter http://www.singapore2010.sg/public/sg2010/en.html kann man sich bereits einen Eindruck verschaffen. Abgesehen vom dem überbreiten weißen Rand vor allem ein interessantes Farbschema.

Ich finde die offizielle Webseite der Olympischen Bewegung sehr gelungen – insbesondere wenn es um dei Stimmung im Rahmen der Rückschau geht. So auch hier im Bild Barcelon 1992 mit Fotos und Videos.

Auch die Paralympics haben eine eigene Seite, die allerdings eher klassisch anmutet. Das ist aber bei barrierefreien Webseiten häufig so. Allerdings ist die Paralympics-Webseite weit davon entfernt, was dann doch etwas verwundert. Schließlich sollte der Leitgedanke sich auch auf das Präsentationsmedium übertragen.
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Sehr schöne Zusammenstellung, welche erfreulich auch die Paralympics im Blick hat – und womöglich etwas frischen Wind ins olympische Webdesign hierzulande bringt.
Kommentar 1
13. Februar 2010 um 18:46 Uhr